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Arthrose der Fingermittel- und -endgelenke

Definition

Eine der häufigsten Arthrosen ist jene der Fingermittel- und -endgelenke. Sie kann entweder als Teil einer Polyarthrose, bei welcher mehrere Gelenke des Körpers betroffen sind, oder einzeln auftreten. Der Arthrose liegt eine Abnutzung und Zerstörung eines Gelenkknorpels zugrunde. Die Krankheit geht mit Entzündungen, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen einher.

Ursachen

Eine Ursache kann in der Regel nicht bestimmt werden. Es ist jedoch bekannt, dass Frauen etwa zehnmal häufiger betroffen sind als Männer und eine familiäre Häufung der Erkrankung auf einen entsprechenden Vererbungsprozess hinweist. Das Auftreten der Arthrose nach Unfällen ist ebenfalls zu beobachten.

Beschwerden

Die betroffenen Gelenke schwellen an, was häufig mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verbunden ist. Zu Beginn der Krankheit lassen diese Symptome von selbst wieder nach, im weiteren Verlauf der Arthrose treten sie jedoch häufig in immer kürzeren Intervallen auf. In fortgeschrittenen Stadien erreichen die Bewegungseinschränkungen und die damit verbundenen Schmerzen ein erhebliches Ausmass. Das Auftreten von Arthroseformen, bei denen die betroffenen Gelenke spontan einsteifen und dadurch schmerzfrei werden, ist selten.

Behandlung

Leider regeneriert sich ein abgenutzter Gelenkknorpel nicht mehr und eine Heilung der Arthrose ist nicht möglich. Neben Hausmitteln wie Quarkwickeln und einer entzündungshemmenden, medikamentösen Therapie besteht bei aktivierten Arthrosen die Möglichkeit von lokal wirkenden Cortisoninfiltrationen. Diese Behandlungen beruhigen in der Regel die Situation für eine bestimmte Zeit.

Operative Therapie

Bei der operativen Therapie wird die Behandlung der Fingermittelgelenke von derjenigen der Fingerendgelenke unterschieden.

Operative Therapie der Fingermittelgelenke

Für die Gesamtbeweglichkeit eines Fingers sind die Fingermittelgelenke elementar. Ein Ziel der Operation ist es somit, diese Funktion nach Möglichkeit zu erhalten. In den letzten 30 Jahren hat sich das Verfahren bewährt, das erkrankte Gelenk durch ein Silikonkunstgelenk zu ersetzen. Hierdurch wird der Patient von seinen Schmerzen befreit und eine gewisse Beweglichkeit bleibt erhalten. Dies bedeutet für ihn eine massgebliche Verbesserung der Lebensqualität. Eine Gelenksversteifung kann in Ausnahmefällen wie einer entzündlichen, kompletten Gelenkszerstörung diskutiert werden.

Operative Therapie der Fingerendgelenke

Die Situation an den Fingerendgelenken unterscheidet sich massgeblich von jener an den -mittelgelenken. Dies aus zwei Gründen: Einerseits sind die Endgelenke nicht zwingend auf ein möglichst hohes Mass an Beweglichkeit angewiesen. Andererseits sind die Gelenke für die Platzierung eines Kunstgelenks oftmals zu klein. Daher wird im Falle der Fingerendgelenke die Versteifung in einer möglichst gestreckten Position bevorzugt. Funktionell bedeutet dieses Vorgehen für den Patienten keinen grossen Nachteil, da das betroffene Endgelenk vor dem Eingriff bereits massiv eingeschränkt war.
 

Bei einer Operation mehrere Finger gleichzeitig zu behandeln − Ersetzen des Mittelgelenks sowie Versteifen des Endgelenks − ist im Prinzip möglich.

 

In der Nachbehandlung liegt beim Mittelgelenk der Fokus darauf, eine möglichst gute Beweglichkeit zu erreichen. Daher wird möglichst früh mit einer gezielten Handtherapie begonnen. Beim Fingerendgelenk hingegen sollen die zu versteifenden Knochenteile vollständig abheilen. Das behandelte Gelenk wird daher für sechs bis acht Wochen geschützt und ruhiggestellt.

 

Kadermitarbeitende A-Z