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Arthrose und Arthritis

Definition

Bei der Arthrose liegt eine Abnutzung und Zerstörung eines Gelenkknorpels vor. Hierdurch wird nicht nur der Knorpel selbst zerstört, sondern auch die Gleitschicht des Gelenkes. Oftmals führt die altersbedingte Abnutzung eines Gelenks oder eine entzündliche Erkrankung (Arthritis) zu dieser Knorpelzerstörung. Jedoch zählen auch Unfälle zu den möglichen Auslösern. So können fehlverheilte Knochenbrüche und Bandverletzungen Auslöser für ein gestörtes Gelenkspiel sein, welches die Zerstörung des Knorpels beschleunigt.

Ursachen

Zu den Ursachen gehören:

  • Fehlverheilter Knochenbruch
  • Schwere Bandverletzung
  • Altersbedingte Abnutzung
  • Entzündliche Ursache (z.B. Gelenksrheumatismus)
  • Kristallablagerungen

Beschwerden

Zu Beginn einer Handgelenksarthrose sind die Beschwerden meist belastungsbedingt. Oftmals macht sich ein dumpfer Schmerz oder auch ein Brennen in der Tiefe des daumenseitigen Handgelenks bemerkbar. Typisch ist auch eine morgendliche, schmerzhafte Gelenksteife, die aber im Verlauf des Tages zurückgeht.

Im fortgeschrittenen Stadium machen sich die Beschwerden vermehrt auch in Ruhesituationen bemerkbar. Dies fällt vor allem nachts auf. Durch die Zerstörung des Gelenks wird die betroffene Person in ihrer Beweglichkeit immer weiter eingeschränkt und leidet unter häufiger auftretenden Schmerzen. Des Weiteren kommt es häufig zu einer Schwellung der Weichteile um das Gelenk.

Behandlung

Grundsätzlich muss die Ursache einer Arthrose gefunden und behandelt werden. Ein zerstörter Knorpel erholt sich in der Regel nicht mehr und kann auch nicht durch eine medikamentöse Therapie wiederhergestellt werden. Um die Schmerzen zu lindern, können auf Medikamente wie Tabletten und Spritzen sowie auf ergo- und physiotherapeutische Massnahmen wie beispielsweise Handbäder und Umschläge zurückgegriffen werden. Wenn die Gelenkschmerzen durch die konservative Therapie nicht mehr zufriedenstellend bekämpft werden können, kommen operative Massnahmen zum Einsatz. Je nach Situation und Arthrosestadium sind verschiedene Operationsverfahren in Betracht zu ziehen.

Gelenkversteifung

Der Verlust der Beweglichkeit liegt bei einer fortgeschrittenen Arthrose mit Gelenkzerstörung in jedem Fall vor. Oftmals sind aufgrund einer Einsteifung nur noch schmerzhafte Wackelbewegungen im Gelenk möglich. Bei einer operativen Gelenksversteifung geht zwar der kleine Rest an Beweglichkeit verloren, jedoch erreicht man durch den Eingriff eine stabile, schmerzfreie Situation. Bei der Operation werden nach der Entfernung der zerstörten Gelenksflächen die beiden Gelenkspartner zu einem Knochenblock verbunden. Für die Gesamtfunktion der Extremität entstehen keine schwerwiegenden Nachteile, da die Nachbarsgelenke vom Eingriff nicht betroffen sind. Eine Versteifung kommt vor allem bei Gelenken infrage, bei denen der Beweglichkeitsverlust im Alltag gut tolerierbar ist. Schrauben oder Platten gewährleisten in der Regel die operative Fixation. Selten treten sehr schwerwiegende Fälle von Gelenkszerstörungen auf, bei denen Knochen vom Beckenkamm entnommen und am Handgelenk angelagert wird, um die grossen Knochendefekte auszugleichen.

Teilversteifung

Chronische Instabilitäten, welche im Laufe der Zeit zur Zerstörung von Gelenksflächen führen, sind oftmals die Folge von nicht verheilten Bandverletzungen zwischen den Handwurzelknochen oder von fehlverheilten Knochenbrüchen. In einigen Fällen ist es möglich, lediglich die betroffenen Handgelenksabschnitte zu versteifen und so eine Restbeweglichkeit zu erhalten.

Entfernung der ersten Handwurzelreihe

Ist nur die erste (körpernahe) Reihe der Handwurzelknochen betroffen, kann diese operativ entfernt werden. Eine weitere Versteifung des Gelenks durch Metall ist bei diesem Vorgehen hinfällig. Das Kopfbein und die Speiche bilden bei dieser Lösung das «neue Handgelenk» und eine kleine Restbeweglichkeit bleibt erhalten.

Totale Handgelenkversteifung

Die Versteifung des gesamten Handgelenks ist die einzige Option, wenn alle Kompartimente des Handgelenks zerstört sind. Dies ist häufig nach Unfällen oder bei einer rheumatoiden Arthritis der Fall. Für die totale Handgelenksversteifung stehen verschiedene Verfahren zur Auswahl. Der Arthrosetyp und die Knochenqualität sind ausschlaggebend für die Wahl des am besten geeigneten Verfahrens.

 

Im Falle einer Operation wird das Handgelenk mittels einer Schiene stabilisiert. Wie lange diese getragen werden muss, ist abhängig von der Stabilität der operativen Fixation und der Knochenqualität. Die Dauer bis zur vollständigen Heilung beträgt mehrere Wochen.

Kadermitarbeitende A-Z