Bitte aktualisieren Sie Ihren Web Browser, um die gewünschte Seite anzusehen. Unter den folgenden Links finden Sie die aktuellsten Versionen von Google Chrome und Mozilla Firefox.

Richtig reagieren im Notfall

Bei Verdacht auf einen lebensbedrohlichen Notfall wählen Sie den Notruf

144

Bei leichten bis mittelschweren Notfällen wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder ans Ärztefon. Bei Anmeldung zum Notfall, bei Corona-Verdacht oder Testfragen wählen Sie bitte die 044 863 2228.

Ärztefon 0800 33 66 55

Mehr zur Notfallabteilung

Corona-Test

Hier online anmelden

Carpaltunnelsyndrom

Definition

Beim Carpaltunnelsyndrom liegt eine Einengung des Handmittelnervs (Nervus medianus) vor. Auf der Innenseite des Handgelenks verläuft dieser Nervus medianus durch einen Tunnel (Carpaltunnel), welcher durch den Handwurzelknochen und ein rund 2 cm breites Band (Retinaculum flexorum) begrenzt wird.

Ursachen

Die Ursache des Carpaltunnelsyndroms ist oftmals unklar. Da die Grösse des Carpaltunnels durch den Körperbau vorgegeben ist, kommen als Ursachen nur Zustände infrage, welche zu einer Volumenvermehrung der Strukturen − z.B. der Sehnenscheiden − im Carpaltunnel führen. Der Nervus medianus, der empfindlichste Teil, wird dabei sekundär geschädigt. Frauen sind aufgrund ihrer Anatomie und hormonellen Unterschieden deutlich häufiger betroffen als Männer.

Mögliche Ursachen sind:

  • Entzündung und Schwellung der Beugesehnen im Carpaltunnel
  • Schwellungszustände von Hand und Vorderarm, z.B. nach Verletzungen
  • Frakturen im Bereich des Handgelenkes (v.a. der Speiche)
  • Schwellungen des Sehnengleitgewebes bei der rheumatoiden Arthritis

Häufig ist jedoch kein spezifischer Grund zu finden.

Beschwerden

Bei einem Carpaltunnelsyndrom treten die typischen Symptome wie Taubheitsgefühle, Kribbeln oder brennende Schmerzen meistens in den sogenannten «Schwurfingern» − Daumen, Zeige- und Mittelfinger − auf. Diese Beschwerden treten vor allem nachts oder in Situationen in Erscheinung, in denen die Hand über längere Zeit in der gleichen Stellung gehalten wird (z.B. beim Autofahren oder Zeitunglesen). Grund hierfür ist, dass die Beugung und Streckung des Handgelenks zusätzlichen Druck auf den Carpaltunnel ausübt und diesen somit weiter einengt.

Behandlung

Bei einer leichteren Form des Carpaltunnelsyndroms kann mit einer konservativen (nicht-operativen) Therapie begonnen werden. Die Methode, das Handgelenk mittels einer Schiene über Nacht ruhigzustellen, hat sich hierbei bewährt. Teilweise wird dieses Vorgehen durch die Einnahme von abschwellenden Medikamenten ergänzt. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die Infiltration mit einem lokal wirkenden Kortisonpräparat. Bei stärker fortgeschrittenen Formen des CTS oder wenn die konservativen Massnahmen nicht den gewünschten Effekt erzielen, kann nur noch eine Operation empfohlen werden. Dies vor allem auch im Hinblick darauf, irreparable Nervenschäden zu vermeiden.

Operative Therapie

Ziel der Operation ist es, Platz für den Nervus medianus freizulegen. Dies geschieht, indem das Retinaculum flexorum, welches das Dach des Carpaltunnels bildet, durchtrennt wird. Die Operation kann entweder offen oder endoskopisch erfolgen. Die Entscheidung, welche Variante besser geeignet ist, wird von Fall zu Fall getroffen. Die Operation erfolgt in der Regel in Teilnarkose, sodass nur der Arm bzw. die Hand unempfindlich gemacht wird.

 

Nach dem Eingriff trägt der Patient für vier Wochen eine Handgelenks-Neoprenmanschette. Nach zwei Wochen werden die Fäden entfernt. Die Rehabilitation kann ein bis drei Monate in Anspruch nehmen und beinhaltet gegebenenfalls eine ergotherapeutische Mitbetreuung. Die Beschwerden des Carpaltunnelsyndroms werden in den meisten Fällen direkt nach der Operation als gelindert empfunden. Es ist jedoch zu bedenken, dass die Regenerationszeit des Nervus medianus häufig längere Zeit in Anspruch nimmt und die Beschwerden daher erst nach und nach abnehmen.

Kadermitarbeitende A-Z