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Minimal-invasive videoassistierte Thyreoidektomie (MIVAT)

Definition

Die minimal-invasive videoassistierte Thyreoidektomie (MIVAT) ist ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung der Schilddrüse oder Teile der Schilddrüse. Die Eingriffsart ermöglicht es, die Länge des Schnittes am Hals zu reduzieren, um ein möglichst schönes kosmetisches Resultat zu erreichen. Dies ist umso wichtiger, da sehr viele Frauen an der Schilddrüse operiert werden müssen und der Schnitt in einem Körperbereich (Übergang vom Hals zum Dekolleté) zu liegen kommt, der nicht durch die Kleidung verdeckt wird.

Anwendung

Diese Methode kann bei Entfernung der ganzen Schilddrüse oder bei Entfernung eines Lappens genutzt werden. Insbesondere kleinere knotige Veränderungen (bis 2 cm) können auf diese Weise schonend, schmerzarm und kosmetisch günstig operiert werden.

Behandlung

Die Narkosesprechstunde und das Vorgespräch mit dem Operateur finden ambulant vor der Operation statt. Die Operation wird am Eintrittstag durchgeführt, gelegentlich erfolgt der Eintritt ins Spital auch am Vortag der Operation. Die Thyreoidektomie wird in Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) durchgeführt. Der operative Zugang zur Schilddrüse erfolgt durch einen möglichst kleinen, horizontalen Hautschnitt (2 bis 3 cm) am Hals. Um die Operationsschritte verfolgen zu können, führt der Operateur ein Endoskop ein, das ihm das Operationsfeld vergrössert auf einem Bildschirm anzeigt. Durch die Vergrösserung gelingt es besser, die Nebenschilddrüsen und den Kehlkopfnerv darzustellen und zu schonen. Der Spitalaufenthalt nach dem Eingriff dauert rund zwei bis drei Tage.

Die Wundkontrolle und der Verbandwechsel erfolgen über den Hausarzt. Eine Blutentnahme zur Kontrolle des Stoffwechsels der Schilddrüse erfolgt circa 6 Wochen nach Operation.

Bei allen Operationsmethoden wird durch den Einsatz des Neuromonitorings (Überwachung der Nervenfunktion als Elektromyogramm während der Operation) das Risiko einer Verletzung des Kehlkopfnervs (Stimmbandfunktion) verhindert. Das Problem einer vorübergehenden Heiserkeit nach der Operation kann dadurch auf ein Minimum beschränkt werden. Um eine Schädigung der Nebenschilddrüsen, die eingebettet an der Schilddrüse liegen, zu vermeiden, werden diese während der Operation sichtbar gemacht und deren Durchblutung geschont. Eine langfristige Unterversorgung des Körpers mit Kalzium durch eine Schädigung der Nebenschilddrüsenfunktion kann somit unter ein Prozent reduziert werden.

Kadermitarbeitende A-Z