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Jahresabschluss 2017 - Mehr zusatzversicherte Patienten

25.04.2018

Obwohl 2017 rund 1.8 Prozent weniger Patientinnen und Patienten stationär behandelt wurden als im Vorjahr, schliesst das Spital Bülach das Geschäftsjahr besser ab als budgetiert. Mit einem Gewinn von 6.1 Millionen Franken liegt das Ergebnis rund eine halbe Million Franken über den Erwartungen.

Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr leicht um 0.3 Prozent auf 142.9 Millionen Franken. Zurückzuführen ist dies vor allem auf einen höheren Anteil zusatzversicherter Patientinnen und Patienten. Darüber hinaus trägt der Mehrertrag der AMC Airport Medical Center AG zum erfolgreichen Abschluss bei. Die Facharztpraxis am Flughafen Zürich wurde 2016 von der Spital Bülach AG übernommen.

Verschärfte Rahmenbedingungen
Für CEO Rolf Gilgen steht fest: «Trotz eines erfolgreichen Geschäftsjahres wollen wir den Ball flach halten, denn die politischen Rahmenbedingungen verschärfen sich laufend. Unser oberstes Ziel ist und bleibt die erstklassige medizinische Versorgung unser Patientinnen und Patienten«. Zu den geänderten Anforderungen gehören unter anderem, dass bestimmte Operationen nur ambulant statt stationär durchgeführt werden dürfen. Auch die Einführung von Mindestfallzahlen für bestimmte Leistungen zwingen alle Spitäler, das Leistungsangebot zu überdenken. Die entstehenden Ertragsausfälle sind schwer zu kompensieren, da gleichzeitig die Kosten beim Personal und durch notwendige Investitionen steigen.

Notfall ausgebaut
Das Spital Bülach reagiert auf die gestiegenen Anforderungen: Es erhielt den Leistungsauftrag für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und bietet diese Behandlungen ab diesem Jahr auch für Kinder an. Um die Wartezeiten im Notfall zu verkürzen, wurden eine zweite Aufnahme und ein grösserer Wartebereich eingerichtet. Dies war notwendig geworden, da sich die Anzahl Notfall-Patientinnen und Patienten jährlich erhöht. So behandelte das Spital 2017 über 35‘000 Patienten im Erwachsenen-Notfall, das heisst rund 100 Pro Tag. Zusätzlich wurde die Kaderarztpräsenz am Abend erhöht. Neu kommt der Notarzt mit eigenem Fahrzeug im Zürcher Unterland in der Regel aus dem Spital Bülach und muss nicht mehr aus Zürich oder Winterthur anfahren. Damit verkürzt sich die Anfahrzeit zum Patienten erheblich.

Viertgrösste Geburtsklinik
Die Attraktivität des Zürcher Unterlands zeigt sich auch in der Geburtenrate. Mit 1‘456 Geburten ist das Spital Bülach die viertgrösste Geburtsklinik im Kanton Zürich. Besonders schätzen die jungen Familien die Sicherheit der Neonatologie für früh- und krank geborene Babys.

Auch für die Zukunft hat das Spital die ersten Weichen gestellt. Das Baurekursgericht hatte im Dezember eine Einsprache des Heimatschutzes abgelehnt und so grünes Licht für den Ersatzneubau gegeben. «Wir freuen uns, dass wir jetzt mit dem Architekturwettbewerb starten können und so den Grundstein für die zukünftige Entwicklung des Spitals Bülach legen können», sagt CEO Rolf Gilgen. 

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