News 1. Februar 2022

Neue Klinik für Altersmedizin: Spital Bülach baut Alterskompetenz aus

Seit 2012 betreibt das Spital Bülach eine Abteilung für Altersmedizin und hat schrittweise die Kompetenz zur Behandlung älterer Patienten aufgebaut. Aufgrund des zunehmenden Bedarfs und der positiven Resonanz aus der Region wird das Leistungsangebot nun weiter ausgebaut. Der Chefarzt der neu geschaffenen Klinik für Altersmedizin, Dr. med. Marcel Amstutz, ist im Zürcher Unterland gut bekannt und vernetzt.

Der Anteil der über 65-Jährigen im Zürcher Unterland steigt bis ins Jahr 2040 um 70 Prozent. Gemäss dem statistischen Amt des Kantons Zürich ist das Unterland damit der Spitzenreiter im gesamten Kanton. So steigt auch der Anteil von akut erkrankten älteren Menschen. Diese haben oft besondere Bedürfnisse bei Ihrer Behandlung und Nachbetreuung, da häufig mehrere medizinische Probleme gleichzeitig auftreten. Die Angehörigen werden oft mit Fragen rund um den Austritt und die zukünftige Betreuung konfrontiert. «Es ist wichtig, dass der Patient nicht nur wegen seiner akuten Erkrankung oder Verletzung behandelt wird, sondern dass wir gemeinsam mit den Patienten und den Angehörigen erarbeiten, wie er seine Lebensqualität erhalten oder wieder verbessern kann. Dabei stehen die persönlichen Ziele der Patientinnen und Patienten immer im Zentrum», sagt Dr. Marcel Amstutz.

Spezialisiertes Team für Altersmedizin
Dr. Amstutz ist Facharzt für Innere Medizin mit einem Schwerpunkt in Geriatrie, wie die Altersmedizin im Fachjargon genannt wird. Er hat diesen Fachbereich seit 2012 schrittweise im Spital Bülach aufgebaut. Neben einem spezialisierten Team aus besonders geschulten Medizinern und Pflegefachpersonen kümmern sich Physio-, Ergo- und Ernährungstherapeutinnen und -therapeuten sowie der Sozialdienst um die individuellen Bedürfnisse der älteren Patienten.«Nachdem die Stellen der CEO mit Dr. Doris Benz und des Chefarztes Innere Medizin mit PD Dr. med. Manuel Fischler wiederbesetzt wurden, können wir jetzt den nächsten Entwicklungsschritt in der Altersmedizin einleiten», sagt Verwaltungsratspräsident Thomas Straubhaar.  

Enge Zusammenarbeit
Heute umfasst die Abteilung für Altersmedizin bereits 25 Betten. Damit bietet das Spital Bülach optimale Bedingungen zur Betreuung seiner Bevölkerung. Das Angebot soll im stationären wie auch im ambulanten Bereich kontinuierlich nach den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten, der Hausärztinnen und Hausärzte und niedergelassenen Spezialisten sowie der regionalen Alters- und Pflegezentren ausgebaut werden. Dazu zählen beispielsweise ein spezielles Notfallangebot für betagte Patientinnen und Patienten oder geriatrische Spezialsprechstunden zur Abklärung von Demenz, Mangelernährung, Inkontinenz, Stürzen, Gangstörungen, Polypharmazie oder Schmerzen.

Vernetzung im «Geriatrieverbund Zürcher Unterland»
Das Spital Bülach sieht sich nicht nur in der Verantwortung für die Akutbehandlung. «Uns ist es besonders wichtig, dass die Patienten eine Anschlusslösung nach dem Spitalaustritt haben. Nur, wenn wir hier Hand in Hand mit den Hausärztinnen und Hausärzten und den Alters- und Pflegezentren im Zürcher Unterland arbeiten, ist die Versorgung der älteren Patienten sichergestellt», betont Dr. Marcel Amstutz.

Daher ist das Spital Bülach Teil des Netzwerks «Geriatrieverbund Zürcher Unterland». Dort tauschen sich Hausärztinnen und Hausärzte, und die Mitarbeitenden der Pflegezentren und Spitex mit den Spezialisten des Spitals Bülach regelmässig aus. Auch Schulungen und Weiterbildungen gehören zum Angebot.