News 24. November 2022

Überarbeitetes Bauprojekt sichert die Zukunftsfähigkeit des Spitals Bülach

An der heutigen ausserordentlichen Generalversammlung präsentierte das Spital Bülach seinen Eigentümern das überarbeitete Bauprojekt. Damit wird die langfristige strategische Entwicklungsfähigkeit des Spitals und auch die wirtschaftliche Tragbarkeit sichergestellt.
Visualisierung des Behandlungstraktes

Das Spital Bülach ist wirtschaftlich, medizinisch und pflegerisch gut aufgestellt. Im Jahr 2021 erwirtschaftete es eine EBITDA-Marge von über 10 % und gehört damit zu den wirtschaftlichsten Spitälern der Schweiz.
Das strategische Ziel des Spitals Bülach ist es, langfristig und nachhaltig die Gesundheitsversorgung des Zürcher Unterlands mit qualitativ hochwertigen Gesundheitsdienstleistungen sicherzustellen und somit den Auftrag der 33 Eigentümergemeinden zu erfüllen. Gleichzeitig hat das Spital Bülach die Verpflichtung sich ohne Garantien der Eigentümergemeinden selbst zu finanzieren.  

Um die Zukunft des Spitals zu sichern, wird eine aktive Entwicklung des Leistungsangebotes und damit ein Wachstum des stationären Angebotes angestrebt. Das Wachstum soll in den Bereichen Altersmedizin, Palliativ Care, Orthopädie, Geburtshilfe und in der Chirurgie erzielt werden.

Auch im ambulanten Bereich sind neue Konzepte geplant. Das zentrale Projekt ist der Betrieb eines ambulanten Operationszentrums auf dem Campus des Spitals. Damit sollen ambulante und stationäre Eingriffe getrennt werden. Die heute bestehenden ambulanten Angebote werden überprüft, optimiert und wo möglich ausgebaut.

Für die Umsetzung der Wachstumsstrategie benötigt das Spital eine Erneuerung und eine Erweiterung der Infrastruktur.

Handlungsspielraum erhöht und finanziell tragbar
Anhand der neuen Strategie wurde das bisherige Bauprojekt nochmals durch Verwaltungsrat und Geschäftsleitung überprüft. Das neue Bauprojekt setzt die aus der Leistungsangebots-Strategie entstehenden Anforderungen gezielt um und stellt dabei sicher, dass der Bau finanziell tragbar bleibt und Handlungsspielräume für zukünftige Entwicklungen des Spitals zur Verfügung stehen.

Rahmenbedingungen bei der Bauplanung waren: Sicherstellen der Betriebsfähigkeit, Erfüllen der gesetzlichen Auflagen sowie Reduktion der Kosten, der Komplexität und der Realisierungsdauer. Gleichzeitig erfüllen die Bauprojekte die strategischen Vorgaben des stationären Wachstums und stärken das ambulante Angebot auf dem Campus des Spitals.

Bei der Überarbeitung des Projekts wurde ein besonderes Augenmerk auf die Finanzierbarkeit gelegt. Durch die neue Planung konnte der Budgetrahmen von geplanten 200 Millionen Franken auf 140 Millionen Franken gesenkt werden. Für Verwaltungsratspräsident Thomas Straubhaar ist dies ein wichtiger Schritt: «Damit haben wir die Zeichen der Zeit erkannt. Wir bauen gemäss dem Bedarf des Zürcher Unterlandes und mit einem Budget, das das Spital nachhaltig finanzieren kann.»

Umsetzung in Teilprojekten
Durch die Aufteilung in drei Teilprojekte können die Baumassnahmen zeitlich optimiert und die Komplexität im Gesamtprojekt reduziert werden. Die gesamten Flächen in und um den Trakt A und das Brunnerstift dienen für die nächste Phase der Arealentwicklung und Sanierung als dringend erforderliche Flächen für Rochaden und provisorische Modulbauten.

Teilprojekt 1: Behandlungstrakt
Bis 2027 wird der bestehende Trakt D mit einem neuen Gebäudeteil erweitert. Damit werden Intensivstation, Operationstrakt und Notfall auf den neuesten Stand gebracht. Aufgrund der Grösse und der Komplexität hat es die längste Realisierungsdauer und wird daher als erstes umgesetzt. Anschliessend wird der bestehende Behandlungstrakt D saniert und ist 2029 bezugsfertig. 

Teilprojekt 2: Ambulantes OP- und Praxiszentrum
Ein neues ambulante OP- und Praxiszentrum soll Ende 2024 in Betrieb genommen werden. Dort entstehen 2 OP-Säle für ambulante Eingriffe. Zusätzlich werden Praxisflächen für interne und externe Leistungserbringer und Kooperationspartner angeboten. Damit lassen sich stationäre und ambulante Eingriffe trennen. Dies erhöht den Patientenkomfort und verbessert gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit. Das ambulante OP- und Praxiszentrum fördert das Campus-Konzept und dient als ambulante Eingangspforte von Seiten des Bahnhofs.

Teilprojekt 3: Sanierung Trakt B
Der bestehende Trakt B wird bis 2025 saniert. Mit der Modernisierung entstehen 40 zusätzliche Betten für das geplante stationäre Wachstum.

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung sehen dem anspruchsvollen Vorhaben optimistisch entgegen. «Mit der Überarbeitung des Bauprojekts stellen wir nicht nur unsere räumliche, sondern auch unsere inhaltliche und wirtschaftliche Entwicklungsfähigkeit sicher. Auch weitere Vorhaben wie die Digitalisierung und die Wahrnehmung des Spitals Bülach als innovativer und attraktiver Arbeitgeber sind wichtige strategische Vorhaben, in die wir zukünftig investieren werden», sagt Verwaltungsratspräsident Thomas Straubhaar.